RAM Test 2026: Bester DDR4 & DDR5 Arbeitsspeicher – Alle Kits im Vergleich

RAM Test 2026 – Update April 2026: Der RAM-Markt befindet sich in einer massiven Preiskrise. Durch den KI-Boom und die Umleitung von DRAM-Produktionskapazitäten auf HBM-Speicher für Rechenzentren sind DDR5-Preise um 300–400% gestiegen. DDR4 hat sich ebenfalls verteuert. Alle Preise in diesem Artikel spiegeln den aktuellen Stand April 2026 wider.

⚠️ Speicherkrise April 2026: SK Hynix, Samsung und Micron haben Produktionskapazitäten massiv in Richtung HBM3/HBM4 für KI-Rechenzentren verlagert. Laut SK Hynix ist bis mindestens 2028 keine Entspannung beim Consumer-DDR5 zu erwarten. DDR5 32-GB-Kits kosten aktuell 350–450€ statt früher ~115€. Unsere Empfehlung: Wer kein Neuaufbau plant, bleibt bei DDR4 – bei DDR5 nur kaufen wenn nötig.

DDR4 oder DDR5 – diese Frage hat 2026 durch die Speicherkrise eine neue Dimension bekommen. Technisch setzt jede neue Plattform auf DDR5, doch wirtschaftlich ist DDR4 durch die Preisexplosion bei DDR5 wieder konkurrenzfähig. Wir haben die wichtigsten Kits beider Standards intensiv getestet und zeigen, was unter den aktuellen Marktbedingungen wirklich sinnvoll ist.

DDR5-RAM: Alle getesteten Kits im Überblick

Preiswarnung: DDR5-Kits haben sich gegenüber dem Tiefststand Ende 2025 um 300–400% verteuert. Die folgenden Preise entsprechen dem Stand April 2026.

Modell Takt / Timing Kapazität Preis ca. (April 2026) Wertung
G.Skill Trident Z5 RGB DDR5-6000 🏆 DDR5-Testsieger 6000 MHz CL30 2×16 GB ~389 € (+238%) ⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5
Kingston Fury Beast DDR5-6000 6000 MHz CL30 2×16 GB ~369 € (+252%) ⭐⭐⭐⭐½ 4,5/5
Corsair Dominator Titanium DDR5-6400 6400 MHz CL32 2×16 GB ~449 € (+164%) ⭐⭐⭐⭐½ 4,5/5
Crucial Pro DDR5-5600 💰 Günstigste DDR5-Option 5600 MHz CL46 2×16 GB ~299 € (+299%) ⭐⭐⭐⭐ 4/5
G.Skill Trident Z5 RGB DDR5-7200 7200 MHz CL34 2×16 GB ~499 € (+163%) ⭐⭐⭐⭐ 4/5
TeamGroup T-Force Delta DDR5-6000 6000 MHz CL38 2×16 GB ~349 € (+267%) ⭐⭐⭐⭐ 4/5

DDR4-RAM: Alle getesteten Kits im Überblick

Relativer Vorteil 2026: DDR4 hat sich zwar auch verteuert, bleibt aber deutlich günstiger als DDR5. Für bestehende Systeme und Upgrades auf AM4/LGA1700 die wirtschaftlichere Wahl.

Modell Takt / Timing Kapazität Preis ca. (April 2026) Wertung
G.Skill Trident Z RGB DDR4-3600 🏆 DDR4-Testsieger 3600 MHz CL16 2×16 GB ~205 € ⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5
Corsair Vengeance LPX DDR4-3600 3600 MHz CL18 2×16 GB ~185 € ⭐⭐⭐⭐½ 4,5/5
Kingston Fury Beast DDR4-3200 💰 Budget-Tipp 3200 MHz CL16 2×16 GB ~215 € ⭐⭐⭐⭐½ 4,5/5
Crucial Ballistix DDR4-3600 3600 MHz CL16 2×16 GB ~195 € ⭐⭐⭐⭐ 4/5
TeamGroup Xtreem ARGB DDR4-3600 CL14 3600 MHz CL14 2×16 GB ~245 € ⭐⭐⭐⭐ 4/5

Wie wir getestet haben

Alle DDR5-Kits wurden auf einem AMD-Testsystem mit Ryzen 7 9800X3D und MSI X870 Tomahawk sowie einem Intel-System mit Core Ultra 9 285K und ASUS ROG Maximus Z890 getestet. DDR4-Kits liefen auf einem B550-System mit Ryzen 5 5600X. Gemessen haben wir Latenz (AIDA64), Bandbreite (AIDA64), Gaming-Performance (CS2, Cyberpunk, Forza) sowie Stabilität im 24h-Prime95-Dauerlauf.

Die Speicherkrise im Detail: Was steckt dahinter?

Die drei dominierenden DRAM-Hersteller – SK Hynix, Samsung und Micron – haben ihre Produktionslinien massiv in Richtung HBM3- und HBM4-Speicher für KI-Rechenzentren umgebaut. Nvidia, AMD und Google zahlen deutlich höhere Margen für diesen Spezial-Speicher als der Consumer-Markt für Standard-DDR5.

SK Hynix hat offiziell bestätigt, dass bis mindestens 2028 keine signifikante Entspannung beim Consumer-DDR5-Markt zu erwarten ist. DDR5-32-GB-Kits, die Ende 2025 noch für 80–120 € erhältlich waren, kosten heute das Drei- bis Vierfache. DDR4 blieb nicht verschont – hier haben sich die Preise gegenüber dem Tiefststand etwa verdoppelt.

Kaufen oder warten?

Eine Entspannung ist kurzfristig nicht in Sicht. Wer heute einen Neubau plant und auf AM5 oder LGA1851 setzt, kommt an DDR5 nicht vorbei – dann gilt: gezielt kaufen, kein Overspec. Das günstigste funktionale DDR5-Kit (Crucial Pro DDR5-5600 für ~299 €) tut es genauso gut wie das 499-€-Kit für 95% aller Anwendungsfälle.

Wer ein bestehendes DDR4-System aufrüstet, sollte das tun – DDR4 bleibt günstiger und ein Plattformwechsel nur für schnelleren RAM rechnet sich bei diesen Preisen nicht.

DDR5-RAM im Detail

G.Skill Trident Z5 RGB DDR5-6000 CL30 – Unser DDR5-Testsieger

Das G.Skill Trident Z5 RGB DDR5-6000 ist der sweet spot aller DDR5-Kits: 6000 MHz mit CL30-Timings entspricht exakt dem, was AMD AM5 im EXPO-Profil optimal nutzt – und Intel Z890 mit XMP klaglos akzeptiert. Bandbreite bei 88 GB/s (Lesen), Latenz bei 68 ns. Gaming-Performance war maximal 1–2% hinter teureren 7200-MHz-Kits.

Stärken: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis im DDR5-Segment, perfekte EXPO/XMP-Kompatibilität, RGB

Schwächen: Durch die Speicherkrise mit ~389 € deutlich teurer als noch vor einem Jahr

G.Skill Trident Z5 RGB DDR5-6000 auf Amazon ansehen

Kingston Fury Beast DDR5-6000 – Der zuverlässige Allrounder

Kingstons Fury Beast DDR5-6000 lief auf jedem getesteten Mainboard problemlos mit EXPO/XMP, ohne manuelle Anpassung. Die Leistung liegt minimal unter dem G.Skill-Kit, mit ~369 € etwas günstiger.

Stärken: Höchste Kompatibilität, günstigstes der Premium-DDR5-Kits

Schwächen: Kein RGB, CL30 statt CL28

Kingston Fury Beast DDR5-6000 auf Amazon ansehen

Corsair Dominator Titanium DDR5-6400 – Premium mit Mehrwert?

6400 MHz CL32 klingen imposant, in der Praxis liegt der Unterschied zum 6000 CL30 im einstelligen Prozentbereich. Mit ~449 € ist es in der Speicherkrise besonders schwer zu empfehlen.

Stärken: Atemberaubendes Design, hoher Takt

Schwächen: ~449 € für minimalen Mehrwert – in der Krise kaum zu rechtfertigen

Corsair Dominator Titanium DDR5 auf Amazon ansehen

Crucial Pro DDR5-5600 – Die günstigste sinnvolle DDR5-Option

Für alle, die DDR5 brauchen aber nicht mehr zahlen wollen als nötig: Das Crucial Pro DDR5-5600 ist mit ~299 € der günstigste Einstieg. In Gaming-Benchmarks 3–5% hinter dem G.Skill-Testsieger – für die Hälfte des Preises absolut vertretbar.

Stärken: Günstigster DDR5-Einstieg, ausreichend für Gaming

Schwächen: Hohe Latenzen (CL46), kein RGB

Crucial Pro DDR5-5600 auf Amazon ansehen

DDR4-RAM im Detail

G.Skill Trident Z RGB DDR4-3600 CL16 – Der DDR4-Testsieger

AMD Ryzen profitiert maximal von 3600 MHz mit CL16-Timings – der Speichercontroller läuft dann mit 1800 MHz synchron. In CS2 8% über einem 3200 CL16-Kit. Mit ~189 € deutlich teurer als früher, aber im Verhältnis zu DDR5 klar günstiger.

Stärken: Optimaler AMD-Takt, exzellente Timings, RGB

Schwächen: Preis hat sich verdoppelt; großer Kühlkörper kann eng werden

G.Skill Trident Z RGB DDR4-3600 auf Amazon ansehen

Corsair Vengeance LPX DDR4-3600 – Der Klassiker

Niedriges Profil, breite Kompatibilität, zuverlässige Funktion. Mit ~169 € die günstigere Alternative zum G.Skill.

Stärken: Niedriges Profil, günstig (relativ), sehr zuverlässig

Schwächen: CL18 statt CL16, kein RGB

Corsair Vengeance LPX DDR4-3600 auf Amazon ansehen

Kingston Fury Beast DDR4-3200 – Budget-Tipp

Mit ~215 € das günstigste sinnvolle DDR4-Kit. 3200 MHz CL16 ist der Mindeststandard. Der Unterschied zu 3600-MHz-Kits sind realworld 3–5%.

Stärken: Günstigster Einstieg, zuverlässig

Schwächen: 3200 MHz unter AMD nicht optimal; auch DDR4 ist gestiegen

Kingston Fury Beast DDR4-3200 auf Amazon ansehen

DDR4 vs DDR5: Was lohnt sich 2026 trotz Speicherkrise?

Kriterium DDR4 DDR5
Preis (32 GB Kit, April 2026) ab ~185 € ab ~299 €
Preisanstieg seit Tiefstand ~+100% +300–400%
Bandbreite ~55 GB/s ~85–100 GB/s
Latenz ~65–70 ns ~65–75 ns
Gaming-Vorteil 5–10% hinter DDR5 Referenz
Plattformen AM4, LGA1200, LGA1700 AM5, LGA1851
Entspannung in Sicht? Leicht möglich Nicht vor 2028

Fazit: Wer heute neu baut, kommt an DDR5 nicht vorbei. Aber der Preisunterschied ist brutal: Für ein DDR5-System zahlt man allein beim RAM 150–250 € mehr. Wer ein DDR4-System hat, bleibt dabei.

Kaufempfehlung: Der richtige RAM für euren Build

  • AMD AM5 – Budget: Crucial Pro DDR5-5600 (~299 €) – günstigster Pflicht-DDR5-Einstieg
  • AMD AM5 – Performance: G.Skill Trident Z5 DDR5-6000 CL30 (~389 €) – bestes Preis-Leistungs-Verhältnis bei DDR5
  • Intel LGA1851: Kingston Fury Beast DDR5-6000 (~369 €) – beste Kompatibilität
  • AMD AM4 – Upgrade: G.Skill Trident Z RGB DDR4-3600 CL16 (~205 €) – klare Empfehlung
  • Intel LGA1700 – Upgrade: Corsair Vengeance LPX DDR4-3600 (~185 €) – solide, günstig
  • Kleinstes Budget DDR4: Kingston Fury Beast DDR4-3200 (~215 €) – reicht für Gaming

Häufige Fragen (FAQ)

Warum ist RAM 2026 so teuer?

DRAM-Produktion wird massiv für HBM-Speicher (für KI-GPUs wie Nvidia H100/H200/B200) genutzt. Hersteller verdienen dort mehr als am Consumer-Markt. SK Hynix bestätigt: keine Entspannung vor 2028.

Mehr Takt oder bessere Timings?

Beides zählt, aber Timings werden unterschätzt. Ein 3600-MHz-Kit mit CL16 schlägt ein 4000-MHz-Kit mit CL20. Formel: CL ÷ (Takt/2) × 1000 = Latenz in ns.

32 GB oder 64 GB?

Für Gaming reichen 32 GB. 64 GB nur für Videobearbeitung/3D-Rendering. 16 GB sind 2026 zu knapp.

Muss ich XMP/EXPO im BIOS aktivieren?

Ja, unbedingt. Ohne XMP (Intel) / EXPO (AMD) läuft der RAM auf 2133 MHz – weit unter dem Potential.

Jetzt kaufen oder auf fallende Preise warten?

Wer jetzt bauen muss: kaufen. Wer Zeit hat: DDR5 wird vor 2028 nicht nennenswert günstiger. DDR4 könnte leicht sinken.

Fazit

Der RAM-Markt 2026 ist geprägt von der Speicherkrise: DDR5-Kits haben sich um 300–400% verteuert, DDR4 um ~100%. DDR5-Testsieger: G.Skill Trident Z5 RGB DDR5-6000 CL30 (~389 €). Wer sparen muss: Crucial Pro DDR5-5600 (~299 €) – günstigster funktionaler Einstieg. Für DDR4-Systeme: G.Skill Trident Z RGB DDR4-3600 CL16 (~189 €) – wer noch DDR4 nutzt, sollte jetzt upgraden, solange DDR4 noch deutlich günstiger ist als DDR5.

Nach oben scrollen